Savoy Sessions: Jazz on the Strand
Das Londoner Hotel kehrt zu seinen musikalischen Wurzeln zurück
Carl Court/AFP/Getty Images
Als die formellen Abendessen und Bälle des 19. Jahrhunderts im frühen 20. Jahrhundert den Tanztees wichen, war das Londoner Savoy Hotel das Herzstück des neuen Trends.
In den 1920er und 1930er Jahren strömten Paare in Scharen in das elegante Thames Foyer des Savoy, um zu speisen und zu tanzen. Die Musik der Tanzbands des Hotels wurde an Radiohörer in der ganzen Welt übertragen.
Die Tradition setzt sich heute jeden Donnerstag- und Freitagabend fort, wenn das Foyer zu den eleganten Melodien des Jazzzeitalters erklingt.
Nicola Emmanuelle, eines der regelmäßigeren Gesichter unter den verschiedenen Sängern und Musikern, die diese zweimal wöchentlich präsidieren Savoy-Sitzungen , verwöhnt ihr Publikum mit treuen, aber frischen Interpretationen alter Favoriten.
Mit einem Augenzwinkern und viel Kameradschaft bahnen sich Emmanuelle und ihre talentierte Band mit mühelosem Charme und Raffinesse ihren Weg durch klassische Melodien von Cole Porter und Hoagy Carmichael.
Während die Musik an die Goldenen Zwanziger erinnert, ist die Einrichtung des Foyers so weit entfernt von einer rauchigen, schwach beleuchteten Flüsterkneipe wie nur möglich.
Stattdessen singen die Performer ihrem Publikum in einem eleganten zentralen Pavillon unter einer prächtigen Glaskuppel ein Ständchen, das die Lounge mit natürlichem Licht durchflutet und dem Raum eine wunderbare Akustik verleiht.

Musikliebhaber, die nach dem Abendessen in die Savoy Sessions eintauchen, können ein handgefertigtes Dessert, gepaart mit einem Cocktail, genießen.
Für diejenigen, die es etwas deftiger mögen, serviert das Foyer auch Salate, Sandwiches und eine Auswahl an Vor- und Hauptgerichten.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1889 ist das Savoy für seine Cocktails bekannt. Diejenigen, die im Thames Foyer serviert werden, enttäuschen nicht.
Die Cocktailliste hier ist kurz – eine verkürzte Version der Liste, die in der ikonischen American Bar des Savoy und anderswo im Hotel erhältlich ist – aber sie umfasst eine umfassende Palette an Geschmacksrichtungen.
Espresso Martinis verzichten glücklicherweise auf die anderswo häufig vorkommende künstliche Süße, während Kosmopoliten und Margaritas ähnlich gut beurteilt werden.
Der Champagner-Cocktail – Louis Roederer Brut Premier NV und Hennessey Cognac in Verbindung mit Zucker und Angostura-Bitter – war ein besonderer Genuss, augenöffnend druckvoll und dennoch unwiderstehlich schlürfbar.
Die Savoy Sessions finden jeden Donnerstag und Freitag im Thames Foyer des Savoy at the Strand, London, statt, wobei die Künstler zwischen 20.30 und 23.30 Uhr drei Sets spielen.













